Sommerschule ‘Mensch, Umwelt, Interaktionen entlang der Seidenstraßen

June 22, 2009 | Leave a Comment

Der DAAD (Programm GoEast) vergibt Stipendien für die Interdisziplinäre Sommerschule “Mensch, Umwelt, Interaktonen entlang den Seidenstraßen“, die in Kirgistan vom 2.- 18. August 2009 stattfindet. Die Bewerbungsfrist für die Sommerschule, wie auch für das Stipendium wurde verlängert bis 30.6.09!

Unterlagen für die Bewerbungen für die Sommerschule:

  • tabellarischer Lebenslauf und Motivationsschreiben
  • Unterlagen für die Bewerbungen für das Stipendium:

  • tabellarischer Lebenslauf + Motivationsschreiben + Bewerbungsformular + Zulassungsbestätigung (email)
  • Es ist ausserdem möglich, ein kostenloses Visum zu bekommen!

    Hier der text der Ausschreibung:

    Der DAAD Go East vergibt Stipendien für die Teilnahme an der Interdisziplinären Sommerschule
     Mensch Umwelt Interaktonen entlang den Seidenstraßen Kirgistan, 2.- 18. August 2009

    Gefördert werden 18 Studierende deutscher Hochschulen aus den Fachrichtungen Ethnologie, Archäologie und Geowissenschaften. Voraussetzungen: - Deutsche Staatsangehörigkeit (bzw. Gleichstellung mit deutschen Staatsangehörigen nach §8 Abs. 1 Zif 2 und Abs 2 Bafög) - ausgeprägtes Interesse an der Region und dem Leben jenseits der
    Hauptstädte; hohe Anpassungsbereitschaft (die Unterbringung erfolgt größtenteils in Privathäusern und kleinen Pensionen, die nicht europäischem Standard entsprechen.) - Lebenslauf und Motivationsschreiben an das DAAD-Informationszentrum Bischkek - gute Englischkenntnisse Inhalte: Das Mythos Seidenstraße hat in letzter Zeit zunehmend an Aktualität gewonnen. Von besonderem Interesse für die Geistes- und Sozialwissenschaften sind dabei die Fragen nach den vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Menschen und ihren jeweiligen Umwelten. Die Sommerschule wird diese Mensch-Umwelt- Interaktionen aus archäologischer, geowissenschaftlicher und ethnologischer Sicht beleuchten. Im Zentrum stehen Fragen nach der
    Anpassung des Menschen an seine Umwelt: so geben archäologische Ausgrabungsfunde Aufschluss über geschichtliche Anpassungsleistungen, Geowissenschaftler untersuchen die Bedeutung von kurz- und langfristigen Umweltveränderungen auf den Menschen, während Ethnologen Kultur- und Wirtschaftsformen innerhalb der durch die Umwelt vorgegebenen Möglichkeiten erforschen. Die interdisziplinäre Sommerschule bringt diese sich ergänzenden und einander bereichernden Fachperspektiven zusammen. Ein Vortragsprogramm führt in das Thema ein und vermittelt den interdisziplinären Ansatz der Sommerschule.

    Auf Exkursionen werden anschließend anhand zweier völlig unterschiedlicher Regionen Forschungsfragen praktisch erarbeitet. So
    belegen archäologische und geologische Funde im nördlichen Gebirgsraum Kirgistans die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt hier spielen auch heute noch Viehwirtschaft und Traditionen des Nomadentums eine wichtige Rolle. In den Ebenen Südkirgistans dagegen dokumentieren Architektur und Wohnformen die frühe Sesshaftigkeit und Islamisierung der Bevölkerung.
    Hier werden wir u.a. den Einfluss traditioneller und moderner Bewässerungsformen studieren. Unterbringung und Verpflegung erfolgt meistens in Privathäusern bei Familien; wo das nicht möglich ist, werden einfache Pensionen gewählt. Zeitplan: 02. 05.08 2009: Bischkek: Vorlesungen; Exkursionen zu Ausgrabungen und Canyons in der Region 06.-11.08.
    2009: Issyk-Kul-Region, Nordkirgistan 13.-17.08.2009: Ferghana-Tal, Südkirgistan Kursgebühren und sonstige Kosten: Für die Teilnahme werden Kursgebühren von 650,- Euro fällig. Die werden für DAAD- Stipendiaten direkt an die Organisatoren der Sommerschule überwiesen.

    DAAD-Stipendium: Der DAAD gewährt ein Stipendium in Höhe von 1700 € pro Teilnehmer, das sich folgendermaßen zusammensetzt: Reisekostenpauschale: 725 €; Teilstipendium: 325 € / Kursgebühren: 650 €. Es ist eine Eigenbeteiligung von mindestens 500 EUR einzuplanen.

    Der Ball ist rund in Taschkent

    June 15, 2009 | Leave a Comment

    wie EurasiaNet Eurasia Insight soeben vermeldet heuert der von Chelsae gefeuerte brasilianische Fussballlehrer Luiz Felipe Scolari als neuer Trainer beim größten, reichsten und schicksten Fussballriesen Uzbekistans an.
    Bunyodkor - uzbekischer Meisterverein mit hochfliegenden Ambitionen - und die dazugehörigen Damen und Herren im Hintergrund - lassen sich nicht lumpen. Viel besser kann man das sauer verdiente Geld nicht anlegen. Bleibt nur zu hoffen, dass alle Rechnungen aufgehen und Bunyodkor auch in der Saison 2009/2010 uzbekischer Meister wird - sonst werden Felipe und seine Mannen demnächst wohl zur Baumwollernte verdonnert.

    Avantgarde und das Privileg der Provinz

    June 4, 2009 | 1 Comment

    Ein Beitrag von olimdevona

    Das Sawitzki Museum in Nukus, Foto:Neil Banas

    Im Norden Usbekistans am südlichen Rand des sterbenden Aralsees liegt ein Land, dass sich heute post Karakalpakistan nennt, das Land der Leute mit dem Schwarzen Hut. Von den Zentren des sowjetischen Imperiums aus gesehenen wie auch heute aus der Perspektive des unabhängigen Usbekistan ist der Landstrich am Aralsee tiefste Provinz. Seine Hauptstadt Nukus ziert jedoch ein Museum,  das wohl nur der Provinzialität seines Standortes verdankt, dass es überhaupt entstehen konnte, das Sawitzki Museum.

    In den letzten Jahren wurde viel getan, um die Bekanntheit des Museums zu stärken. Viele Touristen lösen ein Flugticket nach Nukus, allein um das Museum zu besuchen. Im Allgemeinen jedoch ist die Geschichte dieses Museums, dass das Schicksal der modernen Kunst Rußlands und Zentralasiens entscheidend mitbestimmte, im Westen wenig bekannt. Read more