„Rückkehr“ und Neuanfang im Schoße der Heimat
October 31, 2008 | 2 Comments
Ein Beitrag von Henryk Alff
Die Schlagworte Migration und Zentralasien in Kombination genannt, wecken heute in erster Linie Assoziationen zu Millionen Tadschiken, Usbeken und Kirgisen, die alljährlich auf der Suche nach Arbeit unter zumeist prekären Bedingungen auf russischen Baustellen und in der Rohstoffindustrie zwischen Moskau und Tjumen’ ihr Glück versuchen. Gedanken an ethnische Migration von so genannten „Rückkehrern“ (kas. oralman) kommen da selten auf, auch wenn diese in Kasachstan inzwischen einen beträchtlichen Teil der Gesamtbevölkerung ausmachen. Read more
Erdbeben in Zentralasien
February 9, 2008 | 1 Comment
(Ein Beitrag von Olim devona)
Ashgabad, Oktober 1948
In der Nacht vom 5. zum 6. Oktober 1948 (genauer um 1 Uhr 12 Minuten und 5 Sekunden”) änderte sich das alltägliche Leben der Hauptstadt Turkmenistans und ihrer angrenzenden Bereiche unerwartet.
So beginnt die Geschichte des Erdbebens von Ashgabad, der Hauptstadt der Sowjetrepublik Turkmenistan, eines der stärksten Erdbeben in der Geschichte der Sowjetunion: 8 - 9 Punkte auf der Richterskala. Seine verheerende Wirkung (man schätzt etwa zwischen 100.000 und 160.000 Toten) kam aus der Mischung der Stöße, die die Erde aussandte. Sie erfolgten in einer vertikalen und horizontalen Richtung. Dauer 10 Sekunden. Die lokalen Verwerfungen, die auf das Beben folgten, betrugen in Ashgabad 180 cm. In Moskau, 2500 Kilometer davon entfernt, wurden noch 0,4 mm gemessen. Read more
Yigit kishiga etmish hunar oz – Für einen jungen Kerl sind siebzig Berufe dürftig.
January 5, 2008 | 1 Comment
Das bewegte Leben des 36-jährigen usbekischen Handelstreibenden Akmal.
(Ein Beitrag von Michael Angermann)
Gegen Ende der 1960er Jahre wird Akmal in einer Zeit des sowjetischen Wirtschaftsbooms in der Oasenstadt Osch, im Süden der heutigen Kirgisischen Republik, geboren. Der junge Usbeke ist gerade zehn Jahre alt, da ziehen bereits erste Quellwolken am Himmel der sowjetischen Zentralverwaltungswirtschaft auf. Der plangelenkte staatliche und genossenschaftliche Handel schafft es nicht, die stets kauflustige Bevölkerung zufrieden zu stellen. Der privatwirtschaftliche Kolchosmarkthandel und dessen Protagonisten springen zumeist mit selbst angebauten landwirtschaftlichen Köstlichkeiten ein, um aus Jungen wie Akmal kräftige Männer reifen zu lassen. Read more
Ashki Bulbuli Pomiri — Der Pamir und die Tränen der Nachtigall
December 30, 2007 | 1 Comment
Erinnerung an Prof. Dodkhudo Karamshoev (Khudo rahmati) von Thomas Loy
Der Zirkus Suhr in Taschkent
December 9, 2007 | 2 Comments
(Ein Beitrag von Pulot Toschkenboev; Übersetzung Olim devona)
Am Ende des 19. Jahrhunderts, nach der Angliederung der turkestanischen Territorien an Rußland kamen vermehrt Musik-, Theater- und Zirkustruppen auf der Suche nach neuem Publikum in die Gegenden der ehemaligen Fürstenstaaten Zentralasiens. Durch diese Tourneen kam die lokale Bevölkerung mit den kulturellen Werten der russischen und europäischen Kulturen der damaligen Zeit direkt in Kontakt. Großen Erfolg hatten dabei Zirkustruppen, die aufgrund ihrer spielerischen Vielfältigkeiten vom ersten Tag ihrer Gastspiele an eine ungeheure Popularität beim Publikum genossen.Von den mehr als 20 Zirkusunternehmen, die um die Zeit der Jahrhundertwende in kleineren und größeren Städten Russisch Turkestans auftraten, war eines der größten der Zirkus Suhr.
Chudoybergan Devanov
October 15, 2007 | 1 Comment
(Beitrag von Olim devona)
Es gibt immer wieder Ereignisse, bei denen ich mich frage, klaue ich Inhalte, den andere erstellten, wenn ich einfach so auf die Neuigkeiten hinweise, oder sind diese Neuigkeiten so beachtenswert, dass ein Zeigefinger ausreicht? Ereignis, Inhalte, Neuigkeit? Ganz einfach: Vor ein paar Tagen veröffentlichte die Library of Congress ein wirkliches Meisterwerk kolonialer Fotografie: Das Turkestaner Album. Die Kongressbücherei hat es digitalisiert und stellt es in drei Abteilungen zur Verfügung:Archäologie (klein und groß), Ethnografie (klein und groß, groß), Handel, Handwerk (klein und groß) und Historisches (klein und groß).
Ein Schrei der Verzückung entfuhr mir, als ich die Fotografien aus diesem Album bestaunte …. die koloniale Zeit: Teetrinken in Jugendstilwintergärten. Benefiz- und Galaveranstaltungen. Rauschende Feste. Biergärten im Stadtpark. Doch dabei fiel mir auch gleich wieder das Wirken eines Mannes ein, der zur gleichen Zeit ohne kolonialen Auftrag Land und Leute fotografierte und durch seine Aktivitäten auf diesem Gebiet mancherorts vom Mob durch die Strassen gejagt wurde, aber schließlich zum Hoffotografen des Chans von Chiwa aufstieg. Read more








